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Monats-Archiv: April 2012

25.04.2012 Schulausschuss

Nachdem in der an diesem Tag vorangegangenen Sitzung ein Blasmusik-Handyklingelton für Heiterkeit sorgte, ertönt zu Beginn dieser Sitzung eine Art Tarzan-Ruf, der aber ein Wolfsgeheul sein soll.
Nach den üblichen Formalitäten wird die Vorlage 0262/2012 behandelt und es folgt die immer schwerer zu ertragende „Selbstbeweihräucherung“ einer Partei. Zur V 0256/2012 erlaube ich mir anzumerken, dass es nicht richtig sei, dass die Gesamtkonferenz etwas beschlossen hat, denn der Schulvorstand sei das entscheidende Gremium. Auffallend ist, es kann sich aber hierbei auch um reine Einbildung handeln, dass die Vorsitzende, sobald ich etwas anmerke, meint, kommentieren und irgendwie auch maßregeln zu müssen. War es bei einem der letzten Male meine längere Ausführung zu einer Kenntnisgabe, nach der mir mitgeteilt wurde, dass man zu Kenntnisgaben nichts äußernd dürfe, was übrigens so nicht stimmt, denn beispielsweise werden im Sportausschuss Kenntnisgaben ausführlich besprochen und diskutiert, so halt dieses Mal der Kommentar zu meiner Anmerkung, dass auch die Gesamtkonferenz weiterhin ein wichtiges Gremium sein.
Das ist Ansichtssache. Fakt ist nun einmal, dass „das ‚Gesetz zur Einführung der Eigenverantwortlichen Schule‘ vom 17. Juli 2006 hat die Struktur der Schulverfassung erheblich verändert“ hat. „Die Gesamtkonferenz hat ihre bisherige Stellung als oberstes Beschlussorgan der Schule eingebüßt und ihre ‚Allzuständigkeit‘ verloren. Der größte Teil ihrer bisherigen Zuständigkeiten ist auf die Schulleitung oder auf den neu geschaffenen Schulvorstand übergegangen. Nach dem Beitrag über den Schulvorstand in der Oktober-Ausgabe dieser Zeitung soll jetzt die Rolle der Gesamtkonferenz im Gefüge der Beschlussgremien näher betrachtet werden. Den Abschluss der Berichterstattung über die ab Schuljahr 2007/08 geltende Schulverfassung bilden in der nächsten Ausgabe Ausführungen über die Stärkung der Stellung der Schulleiterinnen und Schulleiter.

Die Schulgesetznovelle vom Sommer 2006 hat die Zusammensetzung der Gesamtkonferenz nicht verändert, ihr aber den Status des obersten Beschlussorgans der Schule genommen und ihren Aufgabenkatalog drastisch reduziert. Sie entscheidet künftig nicht mehr ‚über alle wesentlichen Angelegenheiten der Schule‘.
Einen Überblick über die Aufgaben, für die Gesamtkonferenz bislang ‚insbesondere‘ zuständig war, gibt der zurzeit noch gültige Konferenzerlass vom 10.1.2005. Der dort unter Nr. 1.1 aufgeführte Katalog umfasst nicht weniger als 28 Angelegenheiten, die in die Zuständigkeit der Konferenzen, insbesondere der Gesamtkonferenz fallen.
Die neuen schulgesetzlichen Bestimmungen definieren die Gesamtkonferenz als Gremium, in dem die an der Unterrichts- und Erziehungsarbeit der Schule Beteiligten ‚zusammenwirken‘. Das Zusammenwirken soll sich auf „pädagogische Angelegenheiten“ erstrecken. Damit sind aber keineswegs alle pädagogischen Aufgaben der Schule gemeint. Genannt werden nur noch drei Punkte, in zwei weiteren Punkten kann die künftige Gesamtkonferenz Grundsatzbeschlüsse fassen. Entscheidungen in pädagogischen Angelegenheiten können auch von der Schulleitung oder vom Schulvorstand getroffen werden.“ Quelle übrigens: http://www.gew-nds.de/meldungen/schulprogramm_mittelpunkt.php
Zur V 0229/2012 wird sehr ausführlich gesprochen. Sie wird ebenso wie V 0236 einstimmig weiterempfohlen.
Dennoch wird es Zeit, vor allem nach dem Besuch des Bürger Service Centers Wolfsburg, für eine Anfrage einen Antrag hinsichtlich der DIN 18041.
Anschließend erfährt der Ausschuss von Dr. Ernst Rösner von der TU Dortmund viel zu bisherigen und einem neuen Prognoseverfahren zur Schulentwicklungsplanung. Dies im Rahmen dieses Textes alles detailliert darzulegen, beansprucht einfach zu viel Zeit, deshalb hier eine Kurzfassung: Neuere Zahlen zu Eingangs- und Durchgangsquoten werden stärker berücksichtig als ältere, d.h. jährlich werden neueste Entwicklungen hinsichtlich der der Schülerzahlen eingepflegt. Zwei zentrale Parameter jeder Prognose sind die Geburtenzahlen und das Schulwahlverhalten. Alles in allem werden so zuverlässigere Zahlen ermittelt als bei herkömmlichen Verfahren.
Es folgt ein mündlicher Bericht zum Bildungscampus, der stark den Eindruck erweckt, dass in vielen Köpfen und auch in den „großen“ Ratsfraktionen schon Einigkeit darüber herrscht, dass Wolfsburg ein Bildungshaus bekommen wird, das in sich eine neue Bibliothek, die Volkshochschule sowie die Sekundarstufe II der Neuen Schule vereinen wird und dass es irgendwie eilt! Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass der älteste Jahrgang der neuen Schule bald einer Sek. II bedarf. Interessant war auch zu hören, dass in der Projektarbeitsgruppe zum Bildungshaus von allen Wolfsburger Schulen lediglich die Neue Schule beteiligt worden ist! Nach meiner Meinung sollte erst einmal Konsens zu einer sinnvollen Nachnutzung des Alvar Aalto Kulturhauses gewonnen werden. Außerdem muss im Falles eines Neubaus dieses Mal unbedingt darauf geachtet werden, dass das geplante Gebäude wirklich „baubar“ ist, die Kosten nicht explodieren und eine kompetente Bauleitung vorhanden ist. Wolfsburg braucht keine zweites Phaeno!
Es sei außerdem noch anzumerken, dass „hybrid“ nicht „fortschrittlich“ bedeutet, sondern lediglich „gebündelt, gemischt, gekreuzt“.
Zum Bericht zum Selbstlernzentrum Vorsfelde möchte ich hier nur kurz anmerken, dass in der Theorie alles ganz „toll“ ist, sich in der Praxis aber eine Menge Probleme ergeben werden. Ich denke nur daran, dass beispielsweise mehrere Klassen gelichzeitig dort arbeiten wollen und auch an die durch Lehrerstunden abzudeckenden Aufsichten. Es gibt auch nicht nur eine Gruppe „Darstellendes Spiel“. Wo sollen die Gruppen ihre Requisiten lagern oder muss immer alles „mitgeschleppt“ werden? Hier muss wesentlich detaillierter gedacht werden! Interessant ist auch, dass „Dialog und Lernen der Generationen im Stadtteil gefördert“ werden sollen. Also bietet es sich doch, wie von den Piraten gefordert, an, die absolut barriereträchtige Stadtteilbibliothek im Rathaus Vorsfelde ins Schulzentrum umzusiedeln? Oder wie ist das tatsächlich in der Praxis gedacht?

Piri

24.04.2012 Besuch des Bürger Service Centers

Das seit Oktober 2010 bestehende Bürger Service Center befindet sich im Volksbank-Gebäude am Mühlengraben. Zu seinen Aufgaben gehören, den anrufenden Bürgern allgemeine Auskünfte zu Öffnungszeiten, Gebühren, Zuständigkeiten und einzureichenden Unterlagen zu erteilen, der Versand von Formularen, Vordrucken und Infobroschüren, die Vereinbarung von Sperrmüllterminen, die Aufnahme von Schadensmeldungen, das Erteilen von Melderegisterauskünften an andere Behörden, die Bearbeitung eingehender Mails und Fax, die Übernahme von Telefonen abwesender Mitarbeiter und verschiedener Geschäftsbereiche. Außerdem werden im Outbound freie Krippen-und Kitaplätze abgefragt.

Beschäftigt sind dort 15 Mitarbeiter, von denen die Hälfte in Teilzeit arbeitet. Die Arbeitsplätze sind nach modernen ergonomischen Erfordernissen eingerichtet. Jeder Mitarbeiter arbeitet an zwei Bildschirmen. Besonders fällt die exzellente Akustik auf. Sicherlich ist hier die DIN 18041 „Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen“, siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Nachhallzeit, angewandt worden. Da bei solchen Arbeitsplätzen andere Pausenzeiten gelten und die Mitarbeiter wirklich eine Ruhepause brauchen, ist für diese ein komfortabler Aufenthaltsraum vorhanden. Überall auf dieser Etage hängen sehr schöne Wolfsburg-Fotos des Fotografen Manfred Hensel.

Für diese Arbeit ist ein hohes Maß an Geduld, Sozialkompetenz und Ausdrucksvermögen gefragt. Auch bei „schwierigen“ und unzufriedenen Anrufern muss stets die Ruhe bewahrt und die Höflichkeit aufrechterhalten werden. Dies gilt auch für „bekannte“ Anrufer, deren einziges Hobby es zu sein scheint, täglich zum selben Problem anzurufen.

Zu erreichen sind die Mitarbeiter täglich von 7 bis 18 Uhr, ab 8 Uhr auch unter der inzwischen gebührenfreien Behördennummer 115. Über diese Nummer werden auch Bürger der Samtgemeinde Boldecker Land, des Landkreises Helmstedt und in Randzeiten des Kreises Pinneberg mit Auskünften versorgt.

War es vor Einrichtung des Centers für Bürger oft schwierig, die Verwaltung telefonisch zu erreichen, so ist inzwischen die Erreichbarkeit auf 95% gesteigert worden. Gut 65% aller Anfragen können bereits beim Erstkontakt beantwortet werden. Im vergangenen Jahr gab es 116.000 Anrufe, die Wartezeit für den Bürger betrug durchschnittlich 9 Sekunden, die Gesprächszeit 2,20 Minuten und die Nachbereitungszeit 0,45 Minuten. Für kompetente Auskünfte kann das Service Center auf eine auf dem Wissen aller angeschlossenen kommunalen Service Center, Landes- und Bundesbehörden basierendenWissensdatenbank zurückgreifen. Zudem wurde eine SAP-Software angeschafft und die eigene Datenbank aufgebaut. Für die Datenbank arbeiten so genannte Wissensmanager.

Gebraucht wird stets das Verb „beauskunften“, das aber seinen Weg in den DUDEN schon gefunden hat.

Das Bürger Service Center trägt m.E. in hohem Maß zur Bürgerzufriedenheit hinsichtlich der Erreichbarkeit der Verwaltung bei.

Piri

18.04.2012 Kulturausschuss

In der Sitzung des Kulturausschusses am 18.4.2012 ging es zu einem großen Teil um die Zukunft der Stadtbibliothek und Zukunft des Alvar-Aalto-Kulturhauses (AAK). Zahlreiche Bürger waren als Zuschauer in den Ratssitzungssaal gekommen, um sich die Diskussionen zu diesem Thema anzusehen. Für all jene, die keine Zeit hatten, hier noch ein mal gebündelt alle Präsentationen:

Auf Antrag der PUG-Fraktion stellten die Architekten Brandes-Wagner/Brosowsky ihre räumliche Untersuchung zum Erhalt der Stadtbibliothek am Standort AAK aus dem Jahr 2006 vor.

Danach folgte ein Vortrag mit dem Titel „Zurück zur Multifunktionalität: Ideen zur Nachnutzung des AAK“, vorgetragen von der Geschäftsbereichsleiterin Kultur, Frau Schneider-Bönninger und Frau Kiekenap-Wilhelm vom Zetrum für Kulturelle Bildung.

Anschließend berichtete eine Bibliotheksmitarbeiterin über die Arbeitsbedingungen im AAK.

Den sehr umfangreichen Vortrag „Bildungscampus Wolfsburg – Planungsstand und Perspektiven“ präsentierten die Bibliotheksleiterin Frau Buntzoll und die Geschäftsführerin der VHS, Frau Rabofski.

Schließlich stellte Herr Muth die Ergebnisse der Bibliotheksexkursion vor, an der Mitglieder des Kultur- und Schulausschusses teilgenommen hatten.

In der Sitzung wurde noch keine entgültige Entscheidung für oder gegen einen Neubau getroffen. Die Diskussion, und hoffentlich auch wie angekündigt die Bürgerbeteiligung, gehen weiter!

18.04.2012 Sozial-und Gesundheitsausschuss

Dieser Ausschuss fand nicht im Rathaus, sondern in der Berufsfachschule Altenpflege, Diakonisches Werk Wolfsburg e.V. statt. Nach der Protokollgenehmigung und den Kenntnisgaben stellten sich vor bzw. wurde mündlich berichtet:

– Berufsfachschule Altenpflege, Diakonisches Werk Wolfsburg e.V.
– Wolfsburger Beschäftigungs gGmbH und n@ork Service GmbH
– Tätigkeitsbericht Jobcenter Wolfsburg für das Jahr 20122
– Überwachung der Trinkwasserversorgung durch das Gesundheitsamt
– Wohnschule.

Da ich vor 18 Uhr die Sitzung wegen eines Folgetermins verlassen musste, war ich bei den Anträgen der Fraktionen, den Anfragen und Anregungen sowie der Beantwortung von Anfragen nicht mehr anwesend. Dies alles wird aber im Protokoll nachzulesen sein.
Zur Berufsfachschule wurden viele Daten und Fakten genannt, die ich hier nicht alle wiedergeben werde. Interessant ist, dass pro Ausbildungsjahr zwei Plätze im Ausbildungsintegrierten/Berufsbegleitenden Studiengang „Pflege im Praxisverbund“ an der Ostfalia Hochschule angeboten werden, nach dessen erfolgreichem Abschluss man den Bachelor of Science erworben hat. Damit verbunden sind Studienkosten in Höhe von 3000€.
Voraussetzung für den Beruf des Altenpflegers ist der Realschulabschluss, wobei sich auch Schüler, die diesen an der Hauptschule erworben haben, bewerben können. Leider bestehen viele HS-Bewerber oft nicht den Einstellungstest. Auf meine Nachfrage nach den Inhalten dieses Tests wurde schnell klar, dass auch wenn nur wenige Aspekte genannt wurden, dieser nicht unbedingt kompetenzorientiert aufgebaut ist. Einmal abgesehen davon, dass nicht einmal das niedersächsische Kultusministerium in seinem Kerncurriculum Deutsch vorsieht, dass ein Hauptschüler nach zehn Schuljahren wissen muss, was beispielsweise ein Ornitho- bzw. ein Theologe ist, wette ich, dass befragte ich einen Tag in der Porschestraße Menschen zur Bedeutung dieser Fremdwörter, ich äußerst selten die richtige Antwort zu hören bekäme.
Außerdem erschließt sich mir nicht, warum jemand, der diese Begriffe kennt, besser zum Beruf des Altenpflegers geeignet ist als ein Begriffsunkundiger. Auf meine weitere Nachfrage, ob diesbezüglich schon Kontakt zu den vier Wolfsburger Hauptschulen aufgenommen worden sei, wurde geantwortet, man habe sich dort vorstellen wollen, aber keine Reaktion seitens der Schulen erhalten. Dennoch wurde offensichtlich nicht über den Einstellungstest gesprochen, denn dass der kompetenzorientiert sein und deshalb neu konzipiert werden muss – welche Kompetenzen brauche ich, um ein guter Altenpfleger zu werden – ist offensichtlich. Hier müssen die abgebenden und aufnehmenden Schulen, wie es die Erlasse auch vorsehen, gezielt und besser zusammenarbeiten!
Abschließend sei erwähnt, dass die Schüler der Berufsfachschule Altenpflege demnächst die Nordstadt aus der Sicht eines alten Menschen erkunden werden. Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein!
Herr Schmidt stellte dann ausführlich die Wolfsburger Beschäftigungs gGmbH und n@ork Service GmbH vor. Diese kann man sich auf den Homepages anschauen: http://www.wbg-wob.de/ und http://www.network-wob.de/ selbst anschauen. Interessant war, dass es gelungen ist, 189 Teilnehmer wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Ich fragte anschließend nach dem mit ver.di vereinbarten Haustarifvertrag – und siehe da, am nächsten Tag wurde mir schon alles per E-Mailzugestellt. So schnell hat bislang noch niemand auf eine Piraten-Nachfrage reagiert!
Auch zum Jobcenter-Bericht werde ich mich kurzfassen, denn diese Zahlen werden ja auch veröffentlicht. Dennoch ist irgendwie nie ganz klar, wer vom Jobcenter wie bezeichnet und statistisch (nicht) erfasst wird.

Angesichts der sehr ausführlichen Berichte / Vorstellungen verging die Zeit sehr schnell.
Als der Bericht zur Überwachung der Trinkwasserversorgung durch das Gesundheitsamt anstand, war ich sehr überrascht, dass dieser mit einer Vorstellung des Gesundheitsamtes begann. So gestaltete sich dieser Teil wesentlich länger als das eigentliche Thema, nämlich u.a. die Legionellen im Trinkwasser, was meines Erachtens zu kurz behandelt wurde. Daher hier ein Link zu Legionellen: http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/hygiene/wasser/legionellen.htm .
Den letzten Bericht, auch sehr interessanten, zur Wohnschule, einem Bildungs- und Beratungsangebot für junge Erwachsene mit geistiger Behinderung, die gern selbstständiger werden und eigenständig leben möchten, konnte ich leider nicht bis zum Ende hören, da ich mich auf den Weg machen musste. Da ich selbst einmal im Wohnheim der Lebenshilfe gearbeitet habe, hätte gerade dieser Bericht mich aber sehr interessiert. Ich nahm das angebotene Informationsmaterial mit. Informationen bekommen und Kontakt aufnehmen kann man aber über Elvira Maurer von der Ev. Familienbildungsstätte unter 05361 / 89 333 -10 oder per Mail an: info@fabi-wolfsburg.de und Gurdrun Kneiske-Spitzer unter 05361 / 28 – 28 95. Auch hier der Einfachheit halber noch der Link: http://www.wolfsburg.de/irj/portal/anonymous?NavigationTarget=imperiafully://de/townhall/49c0f8b2.xml/Rathaus/Rathaus/Soziales%20%26%20Gesundheit/Behindertenbeauftragte/Wohnschule

Erstaunlich war, dass es, bis ich ging, keinen „Schwarz-Grün-Disput“ gab.

17.04.2012 Sportausschuss

Zuerst fand zur Vorlage 0117/2012 eine gemeinsame Sitzung des Sportausschusses und dem Ortsrat Barnstorf/Nordsteimke statt, in der es im Rahmen des Sanierungsprogramms der Sport-und Mehrzweckhallen um die Generalsanierung der Mehrzweckhalle Nordsteimke. Zur Abstimmung stand der Beschlusssvorschlag, die ehemalige Gaststätte in dieser Halle umzunutzen, d.h., sie soll in einen Mehrzweckraum mit Funktions- und Nebenräumen umgebaut werden. Nachdem drei Versuche misslungen waren, einen Pächter für diese Gaststätte zu finden, entstand der o.a.Plan.
Nach dieser gemeinsamen Sitzung fand die „eigentliche“ Sitzung des Sportausschusses statt, in der nach den üblichen Formalitäten über die V 0231/2012 zum Umbau des Tennnenplatzes des Stadion West in einen Kunstrasenplatz abgestimmt werden sollte.
Nicht wirklich nachvollziehbar, aber wohl unumgänglich ist die zu den meisten Vorlagen in epischer Breite vorgetragene „Selbstbeweihräucherung“, in der oft zunächst die Historie, dann der Sinn dieser Maßnahme noch einmal ausführlich dargestelltt werden stets natürlich gefolgt von der (selbst-)lobenden Erwähnung der eigenen Partei, die diese Vorlage auf den Weg gebracht hat. So war es auch dieses Mal!
Auch wenn sich der Ausschussvorsitzende als „Kunstrasenfan“ outete, so muss doch laut Vorsitzender des Stadtsportbundes, Ursula Sandvoß, nicht überall ein Kunstrasenplatz entstehen. Es folgte die Frage, ob es bereits Überlegungen zur Erstellung weiterer Kunstrasenplätze gäbe, die von Herrn Muth dahingehend beantwortet wurde, dass dies zunächst in Vorsfelde und anschließend in Kreuzheide der Fall sein werde.
Es folgten die V 023/82012 sowie 0245/2012, in denen es um die Sanierung der Haupteingangstreppe des VW-Bades und den Änderungswirtschaftsplan 2012 des Geschäftsbereiches Sport und Bäder bezogen auf die
V 0124/2011 und den Fraktionsantrag 80/2012 ging.
Alle Vorlagen wurden einstimmig empfohlen und werden wohl auch in der nächsten Ratssitzung beschlossen werden.
In den schriftlichen Kenntnisgaben 0117 – 0119 und 0121/2012 ging es um Investitionszuschüsse für vereinseigene Anlagen. Hier waren sich letztlich doch alle Mitglieder darüber einig, dass die derzeitigen Richtlinien, die einen städtischen Zuschuss von 20% vorsehen und zudem von der Haushaltslage abhängig sind, nicht aufgeweicht werden sollten. In der letzten schriftlichen K 0132/2012 wurden die ab dem 01.05.2012 geltenden Eintrittspreise für das Freibad Almke bekanntgegeben. Die Preise für Erwachsene und Sondergruppen werden erhöht. „Als wichtige familienpolitische Komponente soll wie bisher für kein Eintrittspreis für Kinder unter 99cm erhoben und der […] für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren“ stabil bleiben.
Zuletzt gab es eine mündliche Kenntnisgabe zur Neugründung eines Tischtennisvereines.

Piri